Was ist Glück ?

Dieses Thema im Forum "Offtopic" wurde erstellt von albundy69, 18. September 2009.

  1. albundy69

    albundy69 Womanizer

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    Die > Mitternachtsmission Dortmund < startet eine interessante Podiumsdiskussion:



    am Mittwoch, den 28.10.2009 von 17.00 - 19.30 Uhr im Reinoldinum Dortmund (Schwanenwall 34 - 44135 Dortmund)

    Aus dem Flyer zur Veranstaltung:


    Was ist Glück?
    Ansichtssache? Bestimmung? Reichtum? Traumjob? Gesundheit, Liebe, Leichtigkeit? "Schwein gehabt" haben? Am Ziel von etwas sein?

    Wir haben dies zum Anlass genommen, eine Fachveranstaltung zum Thema Glück durchzuführen, um Informationen über Auslöser, Erscheinungsformen, Auswirkungen und chemische Prozesse zu geben.

    Die Veranstaltung ist für Personen, die professionell mit Menschen beschäftigt sind, die unerfüllte Sehnsucht nach Glück haben, und für alle, die am Thema interessiert sind.


    Unter > diesem < Link kann man den Flyer herunterladen.
     
  2. mahol

    mahol Virtuose der Liebe

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    Ohne dabei gewesen zu sein

    Danke für einen interessanten Gedankenanstoss. Obwohl ich nicht dabei war, schreibe hier gern mal was ins Thema rein um den Stein ins Rolen zu bringen.

    Als Einstieg hier ein Auszug aus Wikipedia.de dazu:

    "Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen Glücksgefühl bis zu anhaltender Glückseligkeit einschließt, aber auch als ein äußeres Geschehen begegnen kann, z. B. als glücklicher Zufall oder als eine zu Lebensglück verhelfende Schicksalswende.

    Das Streben nach Glück hat als originäres individuelles Freiheitsrecht (Pursuit of Happiness) Eingang gefunden in das Gründungsdokument der ersten neuzeitlichen Demokratie, in die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. Die Förderung individuellen menschlichen Glücksstrebens ist heute Gegenstand von Forschung und Beratung unter neurobiologischen, medizinischen, soziologischen, philosophischen und psychotherapeutischen Gesichtspunkten.

    Das Wort „Glück“ kommt vom mittelniederdeutschen „gelucke“ (ab 12. Jahrhundert) bzw. dem mittelhochdeutschen „gelücke“. Es bedeutete „Art, wie etwas endet“, „Art, wie etwas gut ausgeht“. Glück war demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses. Voraussetzung für den „Beglückten“ waren weder ein bestimmtes Talent noch auch nur eigenes Zutun. Dagegen behauptet der Volksmund eine mindestens anteilige Verantwortung des Einzelnen für die Erlangung von Lebensglück in dem Ausspruch: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Die Fähigkeit zum Glücklichsein hängt in diesem Sinne außer von äußeren Umständen auch von individuellen Einstellungen und von der Selbstbejahung in einer gegebenen Situation ab."

    Interessant auch gerade die Abfolge. Deshalb gehe ich darauf ein:

    1. Es ist das primäre Bestreben des Menschen Glück zu erreichen, zu haben, zu besitzen. Dies ist gewissermassen Lebensziel und wird mit "Sinn des Lebens" oft gleichgesetzt. Doch was ist Glück aus dieser Sicht: ein Zustand den man erreichen soll? Kann man von dem Grundgefühl nicht dauerhaft begleitet sein? Sind äussere Umstände dazu notwendig Einem das zu geben? Muss Glück erst irgendwie erarbeitet werden?
    2. Im zweiten Teil wird das Streben nach Glück als Freiheitsrecht definiert. Klingt aus demokratischer Sicht jedenfalls gut und verwundert nicht das das gerade die Amerikaner so hoch in Ihrer Unabhängigkeitserklärung formulieren. Denn manchmal wirkt Ihr angestrengtes Suchen danach eher aufgesetzt und macht nicht den Eindruck als ob Sie es tatsächlich finden. Glück ist meiner Meinung nach kein Grundrecht und somit das Grundrecht für das Suchen danach als Solches auch nur schwer definierbar. Ist es nicht vielmehr zum Beispiel eine Art wie ich mich zu meiner Welt stelle? Also eine Haltung?
    3. Der dritte Teil ist interessant, denn er macht den Menschen für die Definition des Glücks selber verantwortlich. Denn wir können nicht erwarten, dass uns Andere Glück geben. Mit welchem Recht eigentlich? Das überfordert selbst Ehepartner. Glück ist genauso wie viele andere Gefühle im Leben ein Resultat eines Spiels von Aktion und Reaktion. Strahlen wir apriori Glück aus auf unsere Umwelt, so werden andere dieses Gefühl möglicherweise mit uns teilen. Selbstverständlich spielt Ihre Gefühls- und Seelenwelt auch eine Rolle dabei. Wenn sie aufgrund von tiefer Verletzung Glück als Schmerz empfinden, werden Sie auch nicht normal auf Glücksgefühle reagieren. Wir nennen sowas dann gern mal Griesgram oder Spaßverderber.

    Doch das ist Alles leichter gesagt als getan. Oft suchen gerade wir Männer im Schein der Welt nach Glück. Sei es mit schnellen Autos, tollen P6 Erlebnissen usw.. Doch das ist alles nur Schein. Es kann unser Glück an und für sich nicht definieren. Es zerstreut uns und es kann sein, dass die Zerstreuung uns vom Arbeitsstreß oder sonstigen Problemen ablenkt und die Möglichkeit gibt Glück zu empfinden.

    Das bringt einem zum Gedanken des 3. Teils zurück, dass Glück nur in einem Selbst gefunden werden kann. Nur wie soll das vonstatten gehen? Wo suche ich? Wie kann ich Enttäuschungen und Frust beiseite drängen?

    Fortsetzung erwünscht ...
     
  3. GINA

    GINA DIE Gina®

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    Glück?

    Aus meiner Sicht vergessen viele bei der Jagd nach dem "Glück", das sie sich glücklich schätzen dürfen, jeden morgen gesund aufzuwachen - ein Dach über den Kopf zu haben - ein gutes Auskommen zu haben - evtl. eine gutfunktionierende Partnerschaft zu haben - usw usw usw.

    Kleinigkeiten oder Selbstverständliches werden dabei oft und gerne übersehen. Sie bemerken es erst dann, wenn sie es nicht mehr haben.
     
  4. mahol

    mahol Virtuose der Liebe

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    Individualität

    Klar, wir wohnen in Deutschland, da sollte man nicht vergesseen wie vom Vorredner richtig weiter oben erwähnt, dass die Glückssuche eine individuelle Sache ist. Das ist unbestreitbar. Ratschläge sind meistens nicht direkt auf andere anwendbar.

    Aber wir leben nicht im luftleeren Raum. Wären wir im Universum alleine, hätten wir keine Idee davon wie Glück zu finden ist, oder wie man kreativ sein sollte oder wie man über denken und damit sein sollte. Wir würden doch wahnsinnig sehr schnell. Und so kristallisieren wir doch aus einer Unmenge von Erfahrungen und Meinungen die wir hören einen Weg heraus den wir gehen können und wollen und für gangbar halten auch wenn wir öfters mal Kurskorrekturen vornehmen. Würde man den Gedanken der absoluten Selbstbestimmtheit ja zu Ende denken, wäre der Thread, wenn es denn als ein solcher gedacht war, nicht so interessant. Dann könnten wir einfach sagen: jo, danke hab den weg gefunden schönen Abend noch.

    Ein weiterer Aspekt der genannt wurde und über den ich viel grüble ist der Gedanke der Glückssuche in einem Selbst. Es ist richtig: wenns so ist, ist das eine schwierige Sache. Denn man muss gewissermassen als eigenes Kraftwerk funktionieren, dass immer wieder Energie nachschiebt ....

    Bescheidenheit und eine realistische Sicht der Dinge wie von weiblicher Seite eingebracht ist, wie richtig bemerkt, finde ich, ein wichtiger Aspekt. Ich weiss dass ich oft mit meiner Meinung: "Bescheidenheit ist eine Tugend" heute sehr allein auf weiter Flur stehe und belächelt werde. Doch mancher versteht den Begriff nicht richtig: denn er bedeutet inneren Frieden und Ruhe, welche Bausteine zum Glück sind.
     
  5. Flaschbier

    Flaschbier Guest

    Ohne grosse Worte

    Da ich ja kein Typ von grossen Worten und geschwungenen Reden bin hier mal meine Vorstellung von Glück.

    Aber ansonsten schliesse ich mich meinen Vorschreibern an. Wir haben es sehr gut getroffen in diesem Land und ich bin froh hier leben zu dürfen. Und das nicht nur wegen dem deutschen Bier, auch wenn mir das sowieso keiner glauben wird :rolleyes:

    [​IMG]
     
  6. The Tiger

    The Tiger Genitalveteran

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    Glück

    Das Thema hat Generationen von Philosophen aber auch Lyriker beschäftigt ...

    Und ehe ich aus unberufener Birne vermeintliche Weisheiten weiterreiche, greife ich mal auf H. Hesse zurück .... m.E. gute Gedanken zu einem schillernden Begriff... Ich wünsche Euch damit einen glückseligen Schlaf ....:)

    Glück

    Solang du nach dem Glücke jagst,
    Bist du nicht reif zum Glücklichsein,
    Und wäre alles Liebste dein.

    Solang du um Verlornes klagst,
    Und Ziele hast und rastlos bist,
    Weißt du noch nicht was Friede ist.

    Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,
    Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,
    Das Glück nicht mehr mit Namen nennst,

    Dann reicht dir des Geschehens Flut
    Nicht mehr ans Herz,
    Und deine Seele ruht.....

    Herrmann Hesse
     
  7. Honeyslab

    Honeyslab Opulentik-Popper

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    Nee, diese Hessesche Definition von Glück klingt mir verflixt nach "wunschlos unglücklich". Ein schrecklicher Zustand, wie tot, nur nicht mit den Vorteilen :D.

    Da jage ich lieber Zielen nach, selbstgesteckten natürlich ;).

    Mal hier ne Stichprobe, mal dort ne Probebohrung, ... :poppen:
     
  8. mahol

    mahol Virtuose der Liebe

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    #8 mahol, 24. September 2009
    Zuletzt bearbeitet: 25. September 2009
    Nun, Hermann Hesse kannte sich ja sich gut in der Esoterik aus (siehe sein Werk "Siddharta"). Deshalb sollte man das "Wunschlose" vielleicht relativieren, da es gut sein kann, dass er "weltliche" Wünsche meinte.

    Und da finde ich, hätte er nicht er nicht unrecht. Denn das Vorhandensein von Wünschen hält uns zwar lebendig und treibt und uns an, was der positive Aspekt dabei ist, macht uns aber dennoch auf der anderen Seite oft unglücklich wenn wir das Angestrebte nicht erreichen.

    Z.B. den gestrigen Lotto-Jackpot nicht zu knacken. :eek: etc. ...
     
    The Tiger dankt dafür.
  9. mahol

    mahol Virtuose der Liebe

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    Übrigens ...

    Wie @Honeyslab richtig bemerkt, ist weltlichen Wünschen zu entsagen nicht gerade "gesund", wenn wir eben das Gefühl haben zu entsagen. Solche Entsagung oder scheinbare Wunschlosigkeit ist sogar eher schädlich.

    Genauso war es ja bei Siddharta: er war Asket gewesen, ganz auf dem Wege der Läuterung. Doch er merkte, dass etwas nicht stimmte und für Ihn das Alles noch nicht richtig war.

    So ging er zurück in die Welt hinein und trieb es auch kräftig auch mit "Kurtisanen" und entsagte von nichts mehr, auch nicht von Macht und Geld.

    Und erst als er das lange genug betrieben hatte, und darin wohl auch nicht die Erfüllung fand, war er bereit seinen weiteren Weg zu gehen bis er schliesslich dem Fährmann begegnete ...

    Erst dann konnte er in sich ruhen, ohne dem Gefühl der Entsagung.

    Das ist eine Form von wahrem Glück finde ich ...

    P.S.: für Germanisten vielleicht nicht ganz so klar, aber der Fährmann ist ein ganz bedeutendes Symbol in der Mystik und Esoterik.
     
  10. princess

    princess Anbieterin

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    Sich selber zu lieben

    Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit “zur richtigen Zeit am richtigen Ort” bin und dass alles, was geschieht, richtig ist - von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man Vertrauen.

    Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnung für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das heißt Authentisch sein.

    Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
    Heute weiß ich, das nennt man Reife.

    Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man Ehrlichkeit.

    Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”, aber heute weiß ich, das ist Selbstliebe.

    Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer Recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt, das nennt man Demut.

    Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet. So lebe ich heute jeden Tag und nenne es Bewusstheit.

    Als ich mich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute Herzensweisheit.

    Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und Anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich, das ist das Leben!

    Charly Chaplin an seinem 70igsten Geburtstag.
     
    albundy69 und Illusionsfetischist danken dafür.
  11. Umbi

    Umbi Über Kuckucksnest Flieger

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    Hart an der Grenze
    Eine schöne Geschichte

    Wo hier gerade so oft das Wort "Liebe" gebraucht wurde!

    Es wird erzählt, dass alle Gefühle und Qualitäten der Menschen ein Treffen hatten.
    Als die Langeweile zum dritten Mal gähnte, schlug der Wahnsinn, wie immer sehr gewitzt vor: "Lasst uns Verstecken spielen!"
    Die Intrige hob die Augenbraue, und die Neugierde konnte sich nicht mehr zurückhalten und fragte: "Verstecken? Was ist das?"
    "Das ist ein Spiel", sagte der Wahnsinn. "Ich verstecke mein Gesicht und fange an zu zählen, von eins bis eine Million. Inzwischen versteckt ihr euch. Wenn ich das Zählen beendet habe, wird der erste von euch, den ich finde meinen Platz einnehmen um das Spiel danach fortzusetzen".
    Die Begeisterung und die Euphorie tanzten vor Freude. Die Freude machte so viele Sprünge, dass sie den letzten Schritt tat um den Zweifel zu überzeugen und sogar die Gleichgültigkeit, die sonst keine Interessen hatte, machte mit. Aber nicht alle wollten teilnehmen: Die Wahrheit bevorzugte es sich nicht zu verstecken, wozu? Zum Schluss würde man sie immer entdecken und der Stolz meinte, dass es ein dummes Spiel wäre (im Grunde ärgerte er sich, dass die Idee nicht von ihm kam) und die Feigheit zog vor, nicht zu riskieren.

    "Eins.., zwei....,drei ...vier....", der Wahnsinn begann zu zählen.
    Als erste versteckte sich die Trägheit, die sich wie immer hinter den ersten Stein fallen liess. Der Glaube stieg zum Himmel empor und die Eifersucht versteckte sich hinter dem Schatten des Triumphes, der es aus eigener Kraft geschafft hatte, bis zur höchsten Baumkrone zu gelangen. Die Großzügigkeit schaffte es kaum sich zu verstecken, da sie bei allen Verstecken, die sie ausfindig machte, glaubte, ein wunderbares Versteck für einen ihrer Freunde gefunden zu haben. Ein kristallklarer See... ideal für die Schönheit. Der Spalt eines Baumes... ideal für die Angst. Der Flug eines Schmetterlings... das Beste für die Wolllust. Ein Windstoss... großartig für die Freiheit... und sie versteckte sich auf einem Sonnenstrahl. Der Egoismus dagegen fand von Anfang an einen sehr guten Ort, luftig, gemütlich... aber nur für ihn allein. Die Lüge versteckte sich im Meeresgrund (stimmt nicht, in Wirklichkeit versteckte sie sich hinter dem Regenbogen). Die Leidenschaft und das Verlangen, im Zentrum des Vulkans. Die Vergesslichkeit... ich habe vergessen wo sie sich versteckte, aber das ist nicht so wichtig.
    Als der Wahnsinn 999.999 zählte, hatte die Liebe noch kein Versteck gefunden. Alle Plätze schienen besetzt zu sein... bis sie den Rosenstrauch erblickte und gerührt entschloss, sich in seinen Blüten zu verstecken.

    "Eine Million", zählte der Wahnsinn und begann zu suchen. Die erste, die entdeckt wurde, war die Trägheit, nur drei Schritte vom ersten Stein entfernt. Danach hörte man den Glauben, der mit Gott im Himmel über Theologie diskutierte. Die Leidenschaft und das Verlangen hörte man im Vulkan vibrieren. In einem unachtsamen Moment fand er die Eifersucht und so natürlich auch den Triumph. Den Egoismus brauchte er gar nicht zu suchen, ganz allein kam er aus seinem Versteck, das sich als Bienennest herausstellte. Vom vielen Laufen empfand er Durst und als er sich dem See näherte, entdeckte er die Schönheit. Mit dem Zweifel war es noch einfacher, er fand ihn auf einem Zaun sitzend, da dieser sich nicht entscheiden konnte, auf welcher Seite er sich verstecken sollte. So fand er einem nach dem anderen. Das Talent hinter dem frischen Gras, die Angst in einer dunklen Höhle, die Lüge hinter dem Regenbogen (stimmt nicht, sie war im Meeresgrund) und sogar die Vergesslichkeit... die schon wieder vergessen hatte, dass sie Verstecken spielte. Nur die Liebe tauchte nirgendwo auf. Der Wahnsinn suchte hinter jedem Baum, in jedem Bach dieses Planeten, auf jedem Berg und als er schon aufgeben wollte, erblickte er die Rosen. Mit einem Stöckchen fing er an die Zweige zu bewegen, als auf einmal ein schmerzlicher Schrei aufkam. Die Dornen hatten der Liebe die Augen ausgestochen. Der Wahnsinn war hilflos und wusste nicht, wie er seine Tat wieder gut machen sollte. Er weinte, entschuldigte sich bei ihr und versprach der Liebe, für immer ihr Begleiter zu sein.

    Seit dieser Zeit, seitdem das erste Mal auf Erden Verstecken gespielt wurde, ist die Liebe blind und der Wahnsinn immer ihr Begleiter.
     
    albundy69 dankt dafür.
  12. princess

    princess Anbieterin

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    Die größte Entscheidung Deines Lebens liegt darin,
    daß Du Dein Leben ändern kannst,
    indem Du Deine Geisteshaltung änderst.

    Albert Schweitzer


    Liebe ist, wenn es vor Glück fast wie Fliegen ist
    und du jede Sekunde deines Lebens nur genießen willst,
    als wenn du in der Suite am Fenster des Four Seasons sitzt
    und auf den Englischen Garten mit seinen Wiesen blickst.
    Liebe ist, wenn du unter tausend Frauen die eine triffst
    und nach all den Jahren endlich nicht mehr alleine bist.
    Ne Schulter hast an der man sich fallen lassen kann
    jemand der einen sagt das man alles schaffen kann.
    Und Liebe ist für mich meine Freunde fürs Leben,
    die auch morgen zu dem stehen was sie dir heute erzählen.
    Die loyal sind und zu dir halten auch wenns mal hart ist,
    weil jeder für dich und du für jeden da bist.
    Hey ich glaub an mich und an das Gute im Menschen,
    es ist naiv aber ich versuch für das Gute zu kämpfe
    Denn Liebe ist, wenn ich mich selber liebe
    und mit dem was ich von Herzen lieb
    dann auch mein Geld verdiene.

    Liebe ist ein schöner Tag mit deinen Kindern,
    wenn sie dich vor Liebe umarmen mit ihren kleinen Fingern,
    weil es einfach nichts krasseres gibt,
    als wenn sie dich umarmen und sagen:
    "Papa, ich hab dich lieb!"
    Ich sag dir Liebe ist in der Fankurve zu stehen
    und bei jedem Tor vor Extase die Hände zu heben, mitfiebern,
    sich gemeinsam freuen, gemeinsam leiden
    und trotz Niederlage für immer Fan zu bleiben.
    Und Liebe ist zu helfen und sich die Hände zu reichen
    und für andere Menschen da sein und Menschen zu heilen,
    damit nicht irgendwann die Liebe auf der Strecke bleibt,
    das ist auch der Grund warum ich diese
    Zeilen hier schreib.

    Und Liebe ist zu kämpfen für das an was man glaubt,
    auch wenn jeder was anderes erzählt man, gib nicht auf,
    denn sonst war das was du erreicht hast alles vergebens.
    Hey du hast bis hier durchgehalten und alles gegeben.
    Liebe ist nen guter Film oder gute Musik,
    jede Sekunde in deinem Leben in der du Gutes genießt.
    Und wenn du Gutes teilst und anderen Menschen was gibst,
    solltest du dankbar sein für das was du besitzt.
    Sich entspannen und mal wieder richtig auszuschlafen
    oder grillen und chillen an den Uferpromenaden
    und Sonnenbaden mit vollen Magen ganz relaxt.
    Liebe ist wenn man die Welt für sich tanzen lässt.
    Sie ist ne Möglichkeit von vielen, die dir offen bleiben
    und das du´s manchmal wie ich siehst
    kann nur zu hoffen bleiben.
    Denn Liebe ist nicht nur der Traum vom Glück,
    sie ist ständig gegenwärtig, nimm dir auch ein Stück.

    Und wenn spürst wie dein Herz schlägt,
    denn so schlug es noch nie, dann
    weißt du das es Liebe ist.
    und wenn du fühlst das du glücklich bist,
    so glücklich warst du noch nie,

    Dann weißt du das es Liebe ist
     
  13. The Tiger

    The Tiger Genitalveteran

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    Hi Umbi :)

    Wo haste diese schöne Geschichte gefunden .... ?;)
     
  14. Honeyslab

    Honeyslab Opulentik-Popper

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    Sich selber zu lieben

    Danke für diese mir bisher unbekannte Quelle.

    Ach wie dumm war ich gewesen..... wieviel Zeit hatte ich verschwendet .... Doch solange noch Atem in mir ist, solang kann ich lernen mich zu lieben ....


    Zwar habe ich meinen religiösen Glauben vor ca. 20 Jahren aus Überzeugung begraben. Aber diverse Aussagen werden mir zeitlebens präsent bleiben.

    Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst, heisst es irgendwo in der Bibel.

    Ich hatte das damals immer als Aufforderung begriffen, den sogenannten Nächsten zu lieben. In einer Art Selbstgeißelung eben nicht mich, sondern jeden Anderen Hinz und Kunz. Ich erinnere mich, daß mein Selbstwertgefühl damals einen erschreckend niedrigen Stand hatte. Wer das aus eigener Erfahrung kennt, weiß um die schrecklichen Konsequenzen.

    Die Augen geöffet hat mir dann irgendwann die morgendliche Andacht eines Geistlichen im Radio, als er sinngemäß erläuterte:

    Wenn ich jemanden lieben will, wie mich selbst, ist doch offensichtlich die Voraussetzung, dass ich mich selbst liebe. Und je mehr ich das kann, desto mehr kann ich auch den Anderen lieben.

    Diese Aussage kam mir zunächst wie Gotteslästerung vor, ließ mich aber nicht mehr los. Ich begriff allmählich, wie sehr ich an meiner Selbstachtung arbeiten musste.

    Heute ticke ich, wie gesagt, nicht mehr auf dieser religiösen Schiene.

    Aber für den Lerneffekt von damals bin ich auch heute noch sehr dankbar.

    Und diese Zeilen von Charly Chaplin geben das wunderbar konkret und poetisch auf eine Weise wieder, zu der ich selber nicht fähig wäre.

    Thx Honeyslab
     
    albundy69 dankt dafür.
  15. princess

    princess Anbieterin

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    your welcome!

    So, wie die Blume ihre Existenz und ihren Duft
    aus dem Erdboden gewinnt,
    zieht die Seele ihre Weisheit und Kraft
    aus den Fehlern der Materie.

    Der edelste Zustand der Seele ist es,
    von sich aus zu achten,
    wogegen der Verstand sich erhebt.
    Und die tiefste Ebene des Verstandes ist dann erreicht,
    wenn sich dieser sich auflehnt gegen das,
    worüber die Seele wacht.

    Khalil Gibran


    Spiritualität muß nicht der Inbegriff Gottes sein!