Prolog in Bochum: Freude 39: Berichtethema After Birthday in Köln Nach der Pleite vom Vortag in der Bochumer Freude, war ich sicher, dass die Fortsetzung am heutigen Tag bestimmt besser werden sollte. Es war auch nicht notwendig, allzu früh mit dem Zug loszufahren. Dass es im Samya, mein heutiges Ziel, ohnehin erst am Abend richtig losgeht, ist hinlänglich bekannt. Also verließ ich mit dem Zug in Begleitung des Fahrrads die schönste Stadt im mittleren Ruhrgebiet so gegen 15.00 Uhr, um in Oberhausen umzusteigen und von dort aus mit dem Zug nach Köln zu reisen. Das klappte sogar mal richtig gut, was nicht immer gewährt ist, und kam recht pünktlich um kurz nach halb fünf am Kölner Hauptbahnhof an. Von dort suchte ich mir einen Weg zum Rheinufer, fand ihn auch und sogar so was wie einen Kiosk direkt am Rheinufer. Na, dachte ich, da kannste noch nen Kölsch für unterwegs mitnehmen, dann hat sich dein westfälischer Pilsmagen und Verdauungstrakt schon ein wenig an diese Plörre gewöhnt. Uih, ich will unsere Kölner Leser nicht verprellen, deshalb frage ich: Habe ich Plörre gesagt? Ich meinte natürlich Tropfen. Wie enttäuscht war ich aber, als die nette Lady im Kiosk darauf hinwies, dass hier nur ein Zahlen mit Karte möglich war. Zwei polnische Ladys retteten aber meinen Plan, indem sie mir ein Bier mitbestellten, und ich ihnen Cash dafür gab. Was die beiden wohl über mich gedacht haben werden? Möglich, dass sie mich für rückständig hielten, möglich, dass ich das sogar bin. Sei’s drum. Dann bin ich’s eben. Mit dem doch noch so kühn erworbenen kühlen Getränk fuhr ich stromaufwärts bis etwa Rheinkilometer 685. Dort fand ich eine leere Bank, die zum Verweilen einlud und natürlich – ihr wisst schon – zum Frönen des niederländischen Savoir vivre, bei gleichzeitigem Löschen der Kölner Plö …, ähem, sorry, ich meinte, des Kölner Tropfens. Leicht zu regnen fing es tatsächlich auch an, sodass ich dann doch zusah, zügig weiterzufahren in Richtung Rodenkirchen. Nach ein oder zwei Kilometern fiel mir auf, dass ich mein Kölsch höchstens zur Hälfte getrunken und es auf der Bank stehen gelassen hatte. Okay, mit ’nem Pils wäre mir das wohl eher nicht passiert, aber auch für ein Pils würde ich jetzt nicht unbedingt zurückfahren. So kam ich dann etwa gegen 18.00 Uhr am Kirschbaumweg an, stellte mein Rad ab, ging rein, zeigte meinen Ausweis (den niemand kopierte), man gratulierte mir und schwuppdiwupp war ich in der Umkleide, zog mich um, um wenige Augenblicke später den Hauptraum oben zu betreten. Um diese Uhrzeit hat es immer Vor – und Nachteile, so früh im Samya zu sein. Vorteile sind ganz klar das hellere Licht und die geringe Lautstärke. Nachteilig vor allem, die geringe Anzahl an DLs. Samya ist eben ganz klar ein Nachtklub, wo am Nachmittag bis zum frühen Abend halt alles überschaubarer ist. Ich würde mal sagen, um diese Uhrzeit waren so etwa fünfzehn bis zwanzig Mädels anwesend. Mein erster Blick, muss ich gestehen, ging allerdings Richtung Theke. Die an der Theke ihren Dienst verrichtende Steffi ist für mich eine der hübschesten Ladys im Laden, das empfand ich so von dem Moment an, wo ich sie das erste Mal dort sah. Vermutlich wird ihr Dienst in dem Laden aber auch auf die Theke begrenzt sein. Da gibt es Klubs, wo das anders ist. Leider konnte ich sie nicht entdecken. Den Kaffee bekam ich aber auch von anderen netten Mitarbeitern dort. Ich setze mich mit meinem Kaffee an den hohen Tisch, rechts vom Durchgang zum Buffetraum. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie ich die erste Dame mehr oder minder auf meinem Schoß hatte, die mir sogleich verkaufen wollte, dass sie den besten ultimativen Service anzubieten hat. Das passierte in kurzen Abständen gleich mehrfach. So wie eine das Feld geräumt hatte, bot sich die nächste feil. Erstaunlicherweise sprachen um diese Uhrzeit nahezu alle DLs deutsch. Eine von denen gefiel mir sogar relativ gut. Sie hatte dunkelblonde Haare mit einem Mittelscheitel, war etwa Mitte zwanzig, hatte ein leicht rundliches Gesicht und war insgesamt nicht gerade ultraschlank, auch recht kräftige Oberschenkel. Aber eine sympathische Gesamterscheinung. Sie war auch nicht ganz so aufdringlich, wie andere in dieser Situation, versuchte es trotz alledem mehr als nur einmal, nahm meine Absagen aber auch sehr sportlich und blieb den ganzen Abend freundlich zu mir. Das Buffet war schon eröffnet und das Dargebotene sah lecker aus, auch wenn ich mich jetzt nicht mehr erinnern kann, was es genau war. Es ist dort so üblich, dass man sich nicht selbst bedienen kann, sondern der Teller von einem Mitarbeiter bestückt wird. Aber selbst auf die Gefahr hin, als Vielfraß dazustehen, ließ ich mir den Teller zweimal bestücken. Danach noch einen Kaffee, noch ein, zwei Kölsch und, na klar, die nächsten DL auf dem Schoß. Aber ich bin ein alter Hase und vermag es, einigermaßen gut damit umzugehen. Nach gut anderthalb Stunden, die ich jetzt schon dort war, zog es mich erst einmal in die gut beheizte Sauna, wo man auch zügig mit Mitstreitern ins Gespräch kommt. So einen richtig schönen Außenbereich gibt es im Samya leider nicht, nur den Bereich am anderen Ende der Sauna, wo die Treppe ins Erdgeschoss führt. Da dort aber auch ein paar Stühle stehen, kann man da durchaus etwas abkühlen und sich erholen. Relaxen kann man auch gut in dem dafür vorgesehenen Ruheraum. Nach einer guten Stunde war ich dann wieder oben und der Barraum hatte sich auch mehr mit sowohl Mädels als auch Gästen gefüllt. Was mir auffiel, war, dass das Lineup bestimmt auch schon besser dort war. Das ist ein wenig Moppern auf hohem Niveau, denn nichtsdestotrotz waren immer noch zahlreiche hübsche Mädels dort. Und vor allem entdeckte ich auch meine Steffi, der ich sofort meine Aufwartung machte. Sie schien auch erfreut zu sein, als ich sie direkt ansprach und ihr sagte, dass ich mich immer wieder freue, zu sehen, dass sie noch hier war. Für den Rest des Abends bediente sie mich stets mit einem freundlichen Lächeln. Wie gerne würde ich … Lassen wir das. So langsam kam Fahrt in die Bude, der DJ trat seinen Job an, das bedeutete, man verstand sein eigenes Wort nicht mehr, die Anzahl der Mädels stieg und die der Gäste auch. Allerdings war es zu keinem Zeitpunkt überfüllt. Das Tanzen auf dem Laufsteg kam auch so richtig in Schwung. Von einem Mädel verlangte man wohl besonders lange Tanzeinheiten. Die Kleine hing später ziemlich in den Seilen und war arg geschafft. Nicht alleine nur die Tanzeinlagen, sondern auch das Gesamtbild der holden Weiblichkeit, ließen in mir das Verlangen aufkommen, auch mal zu zimmern. Von den anwesenden Frauen hatte ich zwei oder drei in die engere Wahl genommen, unter anderem auch die hübsche Tänzerin. Aber sie fiel schnell aus dem Rennen, weil, kaum, dass ihre Tanzeinlage beendet war, ging sie schon wieder auf den Steg. Eine andere offerierte mir für 100430 einen Basisservice, der den Preis nach Aufpreisliste noch einiges nach oben geschossen hätte. Bei der anderen war das Gespräch auch nicht wirklich zielführend. Etwas irritierte mich. Das eine oder andere Mädel bot sich noch unaufgefordert an, teilweise mit ähnlichen Preisvorstellungen, wie letztgenannte, aber es wurden auch Zimmer in der Preisklasse 100430 angeboten, die nicht zwingend Aufpreise nach sich zogen. Am Ende hatte ich aber auch noch Zeit, es war kein Grund zur Eile vonnöten. Und das war auch gut so. Nach einem weiteren leckeren Speiseteller entdeckte ich doch tatsächlich eine liebe alte Bekannte, mit der ich hier schon einige gute Zimmer hatte, auch wenn das bereits eine Weile her war. Niemand Geringeres als Chiara war es, die ich dann erspähte. Sie erkannte mich auch noch, und ich war mir sicher, dass ich mit ihr kein Gespräch über ihr Leistungsportfolio führen muss. Dazu wäre es ohnehin zu laut im Barraum gewesen. Bei der Schlüsselausgabe fragte sie mich, ob es mir was ausmachen würde, auf ein Zimmer mit Fenster zu warten. Nach gut zehn Minuten bekamen wir ein Zimmer mit Fenster, und ich folgte diesem wunderschönen Anblick die Treppe hoch in den ersten Stock. Chiara sieht nach wie vor noch außerordentlich gut aus. Sie hat immer noch ihre schöne schlanke Figur, mit dem schönen kleinen Naturbusen. Allenfalls wechselnde Frisuren hat sie wohl. Wir plauderten etwas am Anfang, und noch im Stehen vor dem Bett, tasteten wir einander zaghaft ab und zarte Küsse gab es bereits. Ausführliche Schilderungen dessen, was auf dem Zimmer passiert oder passierte, habe ich mir schon lange abgewöhnt. Ich sage es mal so: Mit Sicherheit war es das beste Zimmer, das ich seit langer, langer Zeit mal wieder genießen konnte, bei einem vollumfänglichen Service ohne Mängel. Und wenn ich ohne Mängel sage, meine ich es auch so. Service, wie zu den guten alten Zeiten. Sie wurde auch nicht hektisch danach, schmiegte sich noch etwas an mich und rauchte noch ein wenig aus diesen modernen E‑Zigaretten. Auf die Frage, was sie jetzt bekäme, antwortete sie: „Einhundert.“ Die habe ich aber gerne bezahlt, auch wenn die Zimmer mit ihr früher günstiger waren. Ich wusste, in welchem Club ich war, ich wusste, wie hier die Gepflogenheiten waren, und ich wusste, dass ich nicht öfter als drei- oder viermal im Jahr hier bin. Also alles gut. Chiara hat mir mal wieder meinen Geburtstag versüßt. Wir verabschiedeten uns herzlich voneinander und insgeheim hegte ich schon den Plan, sie zeitnah mal wieder zu besuchen. Danach ging ich erst noch einmal in die Sauna. Als ich dann wieder oben war, überlegte ich: Was kann das Erlebte jetzt noch toppen? Ich kam zu dem Schluss, dass gar nichts jenes Erlebnis mit Chiara noch toppen kann, und ich somit auch nach Hause fahren könnte. Kurz vor drei Uhr morgens fuhr ein Zug in Richtung Düsseldorf, den ich auch noch erreichen konnte, und ab Düsseldorf gab es einen Anschluss mit dem RE 3 zurück in die schönste Stadt des mittleren Ruhrgebiets. Dies setzte ich auch in die Tat um. Und so war ich morgens gegen 4.45 Uhr wieder daheim. Am Abend gab es noch eine Geburtstagsparty bei meiner Schwester, die kurz nach mir Geburtstag hat. Aber wie ich schon in dem Bochumer Prolog erwähnte, machen mir Teile meiner Familie es echt schwer, mich in dem Kreise wirklich so wohl zu fühlen. Mich dem ganz zu entziehen, ging allerdings nicht, aber nach angemessener Höflichkeitszeit konnte ich ja in den Ring werfen, dass ich erst am frühen Morgen aus Köln zurückgekommen sei und dort schon auf einer kräftezehrenden Party war. Party stimmt ja, aber kräftezehrend war es nicht. Trotz fortgeschrittenen Alters. Macht es gut da draußen und „Hals und Bein“! Lutonfreund