Porno gucken ist im Internet kostenlos - Warum

Discussion in 'Offtopic' started by HackyFZ, Feb 19, 2026 at 11:31 AM.

  1. HackyFZ

    HackyFZ Stammschreiber

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    Man kann ja im Internet stundenlang kostenlos Porno gucken.
    Um sich Anregungen zu holen, gucken was es neues gibt und und und.
    Jedenfalls hab ich noch nie irgendwo was bezahlt, mich angemeldet, Mail-Adresse angegeben usw. irgendwas gemacht was auf meine Person rückschliessen lässt.

    Ich frage mich warum das so ist und wo das Geschäftsmodel ist.
    Irgendwie müssen doch die Server und der Traffic bezahlt werden, ganz zu schweigen von den Herstellungskosten, Gagen, Schauspieler etc.

    Und die ganzen Classic/Vintage-Pornos für die man früher in Videotheken Geld bezahlt hat sind auch alle kostenlos Online.
    Man sagt ja "Erst kostenlos angelockt - später abgezockt".
    Das habe ich aber in den letzen 20 Jahren nicht erlebt

    Was treibt die Anbieter an kostenlose Pornos einzustellen ?
     
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  2. xrandom70

    xrandom70 Bekannter Schreiber

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    Du findest auf kostenlosen Seiten immer entweder Werbebanner oder Links zu zahlungspflichtigen Angeboten. Auch wenn du die nicht anklickst, tun andere Leute das hin und wieder. Dann bekommen die Betreiber der kostenlosen Seiten eine kleine Provision.
     
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  3. Cheshire Cat

    Cheshire Cat Manchmal nur ein sehr breites Grinsen

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    Denk daran: wenn du nicht zahlst, dann darum, weil du das Produkt bist.

    In dem Fall verkauft der Betreiber der Site deine Aufmerksamkeit an die Werbetreibenden. Und die zahlen dafür, weil ein bestimmter Anteil der Leute, die die Werbung sehen, am Ende ein Abo für deren Site abschließen.

    Oder du zahlst extra für "Premium" Videos, nachdem du alle Videos für deinen Lieblings-Fetisch durch hast, und nun nach was neuem suchsts.

    Die meisten Videos kriegen die auch kostenlos, weil damit die Produzenten oder auch wieder Sites, auf denen dann eine längere Version zu finden ist, diese kostenlos bereitstellen. Oder die … ähm, "Künstlerinnen", die auf Subscribers für ihren OnlyFans-Kanal hoffen.

    Und dann gibt es auch noch so Spezialisten, die da ihre Heimvideos hochladen.
     
  4. verweser

    verweser Freier Lobyist

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    Bei xhamster nur solange frei wie keine app heruntergeladen wird oder eine elektronische adress hinterlaesst.

    Und HD porno nur bei Bezahlung sichtbar in ordentlicher Qualität.
     
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  5. Käpt´n Udo

    Käpt´n Udo KuschelBärKapitän

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    So manches Mal wünsche ich mir eine "alte" Qualität der Bilder wenn nämlich bei der Totalen auf den Hintern der Pornodarstellerin jedes einzelne (manchmal entzündete) Pickelchen zu sehen ist
     
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  6. Bebita

    Bebita Stammschreiber

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    Die Anatomie des „Gratis-Pornos“: Wer wirklich hinter den Kulissen kassiert
    Die Frage, warum im Internet seit 20 Jahren Milliarden von Videos kostenlos verfügbar sind, lässt sich mit einem Blick auf die gigantischen Machtstrukturen im Hintergrund beantworten. Das Geschäftsmodell hat nichts mit Wohltätigkeit zu tun, sondern ist eine der effizientesten Geldmaschinen der digitalen Welt.
    Der Gigant: MindGeek (Aylo)
    MindGeek ist das „Amazon der Sexindustrie“. Das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg kontrolliert fast den gesamten Markt. Ihnen gehören nicht nur die Plattformen, sondern oft auch die Produktionsfirmen. Zu ihrem Imperium zählen:
    * Die Tubes: Pornhub, YouPorn, RedTube.
    * Die Produktionsfirmen: Brazzers, Digital Playground, Reality Kings, Twistys.
    Das Kalkül dahinter:
    MindGeek hat die Branche radikal verändert. Sie haben zugelassen, dass User Inhalte hochladen (UGC), was die alten DVD-Märkte zerstört hat. Dann haben sie die Konkurrenz billig aufgekauft. Heute nutzen sie die Gratis-Videos als Marketing-Köder. Ein 5-Minuten-Clip auf Pornhub ist nichts anderes als ein Werbefilm für ein kostenpflichtiges Brazzers-Abo oder für deren hauseigene Cam-Portale wie Modelhub.
    Was ist mit xHamster?
    xHamster gehört nicht zu MindGeek, sondern wird der Wise Guy Tech (Sitz in Zypern) zugeordnet. Es ist der größte Konkurrent des MindGeek-Imperiums. Das Geschäftsmodell basiert extrem auf Affiliate-Marketing: xHamster leitet Millionen von Usern an Partnerseiten (wie Live-Jasmin) weiter und kassiert für jede Anmeldung eine hohe Provision.
    Der Motor der Gratis-Welt: Chaturbate
    Wer über „kostenlos“ spricht, kommt an Chaturbate nicht vorbei. Im Gegensatz zu den Film-Tubes ist Chaturbate eine Live-Interaktions-Plattform. Sie gehört zur Multi Media LLC (Sitz in den USA).
    Warum Chaturbate für deinen Gratis-Konsum entscheidend ist:
    Chaturbate ist heute der größte Geldgeber für fast alle Porno-Seiten im Netz.
    * Das Prinzip: Fast jede Gratis-Seite hat „Live-Cam“-Reiter oder Pop-ups, die zu Chaturbate führen.
    * Die Cash-Machine: Während du kostenlos Pornos schaust, finanzieren die sogenannten „Token-Werfer“ auf Chaturbate deine Serverkosten. Dort geben User teilweise tausende Euro aus, um Performerinnen in Echtzeit zu steuern. Chaturbate schüttet davon gigantische Provisionen an die Tube-Seiten aus, damit diese dich weiterhin mit kostenlosen Videos anlocken können.
    Wo das Geld wirklich herkommt (Wenn nicht von dir)
    * Die „Wal-Theorie“: In der Branche weiß man, dass 95 % der User nie einen Cent zahlen. Das System wird von den restlichen 5 % finanziert – den „Walen“. Das sind User, die auf Cam-Seiten wie Chaturbate oder Live-Jasmin Vermögen für Tokens und private Shows ausgeben. Dein Gratis-Konsum ist der „Beifang“, der durch deren Sucht mitfinanziert wird.
    * Traffic-Monopol & Werbung: Wer Sexspielzeug, Potenzmittel oder Glücksspiel vermarkten will, muss bei den großen Playern wie MindGeek oder xHamster Werbung buchen. Dein Klick auf ein Video macht dich zum Teil einer Statistik, die diese Werbeplätze teuer macht.
    * Big Data: Auch ohne Anmeldung hinterlässt du einen digitalen Fingerabdruck. Dein Suchverhalten wird analysiert: Welche Vorlieben hast du? Wie lange schaust du? Diese Daten sind Gold wert, um Nutzerprofile für gezielte Werbung zu erstellen.
    * Hardware-Ausbeutung: Manche Seiten nutzen im Hintergrund die Rechenleistung deines Browsers, um Kryptowährungen zu schürfen. Dein PC arbeitet in diesem Moment buchstäblich für den Betreiber der Seite.
    Fazit:
    Dass du in 20 Jahren nie „abgezockt“ wurdest, liegt daran, dass du für diese Firmen kein Kunde bist, sondern Teil des Inventars. Du bist ein Datenpunkt, der die Werbepreise nach oben treibt und die Plattform für die zahlenden „Wale“ attraktiv hält. Das Internet-Porno-Modell ist die perfekte Umsetzung des Prinzips: „Wenn du nicht für das Produkt bezahlst, bist d
    u selbst das Produkt.“
     
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  7. nowak

    nowak Bekannter Schrubber

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    kölle
    'Milliarden von Videos'
    Hmmmm, 'Milliarden', Mehrzahl, das wären ja mindestens 2 Milliarden.
    Durchschnittlich agieren 2 Akteure in einem Video.
    Hmmmm, das wären also 4 Milliarden Akteure.
    Bei 8 Milliarden Menschen würde also jeder zweite Mensch auf diesem Planeten in einem Porno mitspielen.
    Hmmmm, bei den meisten fände ich das schon recht unästhetisch, irgendwas stimmt an den Zahlen nicht.
     
  8. ClubPeter

    ClubPeter Stammschreiber

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    Super Information, danke dafür!

    Was ich nicht verstehe: Die frei verfügbaren Clips zeigen alles und in jeder Art, was man sich (legal) vorstellen kann, man kann beliebig suchen usw. Warum sollte jemand dann noch ein Abo bei Anbietern wie Brazzers bezahlen? Was gibt es dort (mehr), als das was ohnehin frei verfügbar ist?
     
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  9. rabatz16

    rabatz16 Stammschreiber

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    Dann gehst du davon aus, dass in jedem Clip neue Akteure ihr stell-dich-ein geben. Also @nowak, dem ist nicht so :cool:
     
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