Der Volksspruch könnte seine Wurzeln in den Nebenwirkungen historischer und neuer Aphrodisiaka haben. Wer vor der Erfindung moderner Medikamente mit hochdosierten Pflanzen wie Yohimbin, Arginin, Maca etc experimentierte, ging schon ein Risiko ein, Schäden an Sehnerv und Netzhaut zu erleiden: Yohimbin steigert den Blutdruck und die Herzfrequenz und erweitert die Pupillen. Bei Personen mit einer anatomischen Veranlagung kann diese Pupillenerweiterung den Kammerwinkel im Auge verengen und den akuten Glaukomanfall (Grüner Star) auslösen – ein medizinischer Notfall, der ohne rasche Senkung des Augeninnendrucks binnen Stunden zur Erblindung führen kann. Fliegenpilz, Tollkirsche & Bilsenkraut (Historische Love Potions): Frühere „Zaubertränke“ enthielten oft Tropanalkaloide (Atropin, Scopolamin). Diese blockieren das Nervensystem, führen zu extremer Pupillenerweiterung, Lähmung der Scharfstellung und starker Erhöhung des Augeninnendrucks. L-Arginin & Nitrat-Spender: Arginin erhöht die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO). In Kombination mit anderen gefäßerweiternden Stoffen oder bei bestehenden Gefäß- und Netzhauterkrankungen kann es zu abrupten Blutdruckschwankungen und Durchblutungsstörungen in den feinen Gefäßen des Sehnervs kommen. Supplements: Viele rezeptfrei angebotene „pflanzliche Potentien“ aus dem Internet sind illegal mit tatsächlichen PDE-5-Hemmern versetzt.
Und denk an die Haare, die Mann vom wichsen zwischen den Fingern bekommt. Aber dann ist für den Augenarzt und dem Kardiologen die Diagnose schnell gestellt