Ein mittlerweile in zweiter Fassung vorliegender Entwurf für ein „SexArbeitsGesetz“ (SAG) beansprucht, eine Alternative zum Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) zu sein. Mit diesem Anspruch ist das SAG aus Sicht von Doña Carmen gescheitert. Nachfolgende Ausführungen begründen diese Einschätzung. Hier weiterlesen:https://www.donacarmen.de/wp-content/uploads/Eine-vertane-Chance.pdf
nur damit ich auch verstehe: Warum beschäftigt man sich mit diesem Thema wenn Teile der Politik und andere lautstarke Fürsprecher das Nordische Modell/Freierbetrafung fordern ? Das ist doch dann alles hinfällig. Hü oder Hott ?
Du sagst es, TEILE der Politik will das nordische Modell, zum Glück keine Mehrheit. Ich glaube auch nicht, dass das nordische Modell kommt. Es funktioniert nicht, in den Ländern gibt's weiterhin Prostitution und in Schweden die höchsten Vergewaltigungsraten. Wenn Prostitution hier wirksam verboten würde, dann kann sich jeder vorstellen was hier los sein wird, wenn die Vergewaltigungszahlen hier nach oben schnellen werden, dann wird die AFD aber ganz schnell bei 40-50% sein. Das werden die anderen Parteien nicht riskieren. Außerdem kostet es Steuereinnahmen das Gewerbe zu verbieten.
… weil dies noch der demokratische Prozess ist. Es ist noch nichts entschieden. Unterschiedliche Parteien legen ihre Vorschläge vor. NGOs wie Dona Carmen machen sich auch öffentlich Gedanken. Hiffentlich haben sie über Lobbyarbeit und politischen Kontakte Einfluss darauf. persönlich hoffe ich auch nicht auf das nordische Modell. Ich plädiere für bessere Anerkennung von Sexarbeit und keine Sigmatisierung von Freiern.
Das ProstSCHG und der Sexkaufverbot haben das gleiche Ziel: Prostitution einzudämmern nur mit anderen Mitteln. Beim Sexkaufverbot wird die Nachfrage bekämpft, beim ProstSCHG die Angebotsseite. (Vernichtung der Infrastruktur. siehe S.22 ) In dieser Legislatur ist, wie Jochen123 , richtig erkannt, keine Mehrheit für den Sexkaufverbot. Dafür eher eine Verlängerung und Verschärfung des ProstSCHG zu erwarten sein.